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Infothek - Kochen mit Induktion

Bei Induktionsfeldern sorgen elektromagnetisch erzeugte Wirbelströme für die Hitze
Induktionskochfelder verbinden den Komfort von Glaskeramikfeldern mit der Schnelligkeit von Gas-Kochzonen: schnelles Ankochen, genaue Regulierung der Hitze und weniger Energieverbrauch. In gewerblichen Küchen wird die Induktionsbeheizung schon lange erfolgreich genutzt, denn diese Technik gibt es bereits seit Anfang der neunziger Jahre serienmäßig. Auch für private Haushalte ist Kochen mit Induktion eine interessante und mittlerweile auch erschwingliche Alternative zum herkömmlichen Glaskeramikfeld.

Beim Induktionskochen bleibt die Küche kalt. Zumindest im übertragenen Sinn. Denn nach dem Einschalten glühen weder Heizdrähte, noch wird das Glaskeramikfeld erhitzt. Das ändert sich erst, wenn man einen Topf auf die Platte stellt. Die Hitze wird dort erzeugt, wo sie wirklich gebraucht wird - im Topfboden. Das Kochfeld dient nur als Standfläche. Die Funktionsweise der Induktion ist relativ einfach: Unter der Glaskeramikplatte befindet sich eine Induktionsspule, die elektromagnetische Wellen erzeugt. Auf diese Weise entstehen im Topfboden sogenannte Wirbelströme. Und die sorgen für eine schnelle Erwärmung.

Handhabung
Voraussetzung für das Kochen mit Induktion: Es müssen Töpfe und Pfannen mit magnetisierbarem (ferromagnetischem) Boden verwendet werden. Töpfe aus Aluminium oder Kupfer sind nicht geeignet. Beim Kauf sollte man auf die entsprechende Kennzeichnung achten. Mit einem normalen Magneten kann man selbst testen, ob das eigene Kochgeschirr für das Induktionskochen verwendet werden kann. Haftet er am Topfboden, so ist das Material einsetzbar.

Funktion
Geschwindigkeit ist die große Stärke der Induktionstechnik. Wir wollten es genauer wissen und haben das Induktionsfeld mit anderen Kochzonen verglichen. Die Aufgabe: Wie lange dauert es, zwei Liter Nudelwasser zum Kochen zu bringen? Beim Induktionskochen kommt die "Power-Boost"-Funktion zum Einsatz. Das bedeutet 50 Prozent mehr Leistung auf einer Zone. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Schon nach 4:41 Minuten können die Nudeln in den Topf. Die Gas-Kochzone kann noch am besten mithalten, da dauert es 7:01 Minuten. Das herkömmliche Glaskeramikfeld benötigt mit 9:54 Minuten im Vergleich zum Induktionsfeld mehr als die doppelte Zeit. Und die gute alte Elektroplatte ist in Sachen Geschwindigkeit längst nicht mehr konkurrenzfähig. Sie kommt auf stolze 13 Minuten.

Schneller kochen heißt auch energiesparender kochen. Die Energieeinsparung gegenüber einer herkömmlichen Kochzone liegt bei etwa 20 bis 30 Prozent. Mit dem Induktionskochfeld ergeben sich sehr kurze Ankochzeiten, weil die Wärme im Geschirrboden erzeugt und sofort ins Kochgut übertragen wird. Praktisch: Will man die aktuelle Temperatur im Topf beibehalten, kann man sie über eine Tastenkombination eingeben. Das 80-Zentimeter-Induktionsfeld bietet zusätzlich eine Warmhaltezone.

Sicherheit
Ein weiteres Plus der Induktionstechnik: Durch das Kochen auf kaltem Kochfeld ist die Verbrennungsgefahr im Vergleich zum herkömmlichen Glaskeramikfeld wesentlich geringer. Vor allem in einem Haushalt mit kleinen Kindern ist dies ein großer Vorteil. Die Kochplatte wird zwar durch die Wärmeübertragung vom Topfboden noch heiß - aber nur bis zu einer Temperatur um 100 Grad. Nimmt man das Kochgeschirr von der Kochzone, schaltet sich diese automatisch ab. Das Induktionsfeld erkennt auch, ob geeignetes Geschirr verwendet wird. Andernfalls findet keine Energieübertragung statt. Nach dem Abschalten informiert eine zweistufige Anzeige über die vorhandene Restwärme. Bei leerem oder leergekochtem Kochgeschirr sorgt ein Temperatur-Sensor für die automatische Abschaltung.

Induktionsfelder reagieren sehr schnell, wenn die gewünschte Kochstufe verändert wird. So kann man zum Beispiel das Überkochen der Milch per Knopfdruck leicht vermeiden. Der Reinigungsaufwand bei verschütteten oder übergekochten Speisen ist sehr gering. Durch die niedrigen Temperaturen des Induktions-Kochfelds können Flüssigkeiten nicht einbrennen.

Quelle : www.3sat.de

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